Bar Pizza

Was ist Thin Crust Pizza?

Diese Variante zeichnet sich durch die „Kunst der Reduktion“ aus. Im Gegensatz zu üppigen Teig-Varianten steht hier eine hauchdünne, leichte und knusprige Kruste im Vordergrund.

Textur: Der Teig ist zart und knusprig („rösch“), sowohl innen als auch außen.

Fokus: Da der Teig nicht dominiert, liegt der geschmackliche Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel der Beläge (Tomatensauce, Käse, Toppings).

Besonderheit: Die spezielle Konsistenz entsteht unter anderem durch eine längere Backzeit.

USA & Südamerika: Die Pizza ist nicht nur an der US-Ostküste beheimatet, sondern im ganzen Land verbreitet. Auch in Brasilien und Argentinien ist sie sehr populär.

Status: Hierzulande gilt sie derzeit als etwas „aus der Mode“, obwohl sie weltweit als fester Bestandteil der Pizzakultur gilt und für ihre Vielseitigkeit geschätzt wird.

Zutaten für den Teig

(6 Pizzen à ca. 30 cm)

  • 790 g Weizenmehl
  • 475 g Wasser
  • 10 g Olivenöl
  • 15 g Salz
  • 2 g Hefe, frisch

Zutaten für den Sugo

  • 400 g Tomaten (Dose)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 g Salz
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • ½ TL Zwiebelpulver
  • ½ TL Knoblauchpulver

Eine dünnere Kruste bedeutet nicht weniger Geschmack, sondern vielmehr eine Fokussierung auf das Wesentliche. Der Teig wird hauchdünn ausgerollt, was ihm eine leichte, knusprige Textur verleiht. Diese zarte Knusprigkeit ist es, die die Thin Crust Pizza so einzigartig macht. Jeder Bissen ist ein Zusammenspiel von Zartheit und Aromen, ohne dass der Teig die dominante Rolle spielt.

Die dünnere Kruste eröffnet Raum für eine andere Fokussierung auf die Beläge. Klassische Kombinationen von Tomatensauce, Käse und ausgewählten Toppings entfalten hier einen ganz anderen Geschmack. Was nicht nur mit dem dünnen, sowohl außen als auch innen röschen Boden zusammenhängt, sondern auch durch die längere Backzeit zustande kommt. Diese Form der Pizza ist hierzulande ein wenig aus der Mode geraten. Eigentlich zu unrecht, wie wir finden.

In den ganzen USA verbreitet

Thin-Crust-Pizzen gibt es nicht nur an der Ostküste der Vereinigten Staaten, verschiedene Varianten findet man über das gesamte Land verteilt. Ohnehin scheint diese Pizza ein amerikanischer Liebling zu sein, denn auch auf dem Südteil des Kontinents ist sie prominent vertreten. Vor allem in Brasilien, aber auch in Argentinien stehen Thin-Crust-Pizzen hoch im Kurs. Die weltweite Popularität unterstreicht die Vielseitigkeit dieser Pizzavariante.

Die Thin Crust Pizza hat sich als eine Art künstlerischer Ausdruck in der Pizza-Kultur etabliert. Sie verkörpert die Kunst der Reduktion, bei der die Leichtigkeit des Teigs und die Betonung üppiger Zutaten im Vordergrund stehen. Dünn und knusprig gebackene Pizzen haben weltweit einen festen Platz auf den Speisekarten und in den Herzen der Menschen erobert. Man sollte sich dieses kulinarische Vergnügen einer dünnen Pizza daher ruhig einmal genauer ansehen, um zu verstehen, welche Faszination von dieser leichten, knusprigen Köstlichkeit ausgeht.

Thin-Crust Schritt für Schritt

Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und per Hand oder mit einer Knetmaschine zu einem homogenen Teig kneten. Sechs Ballen formen und gut zugedeckt in einer Ballenbox oder in einzelnen Schüsseln für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Etwa 2 bis 3 Stunden vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.

Sämtliche Zutaten für den Sugo in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur etwas einköcheln lassen.
Währenddessen den Käse reiben. Wer keinen schnittfesten Mozzarella bekommt, kann auch einen Butterkäse oder jungen Gouda verwenden.
Ein etwa 30 cm großes, rundes Backblech nehmen und mit Olivenöl einfetten. Man kann die Pizza auch ohne Backblech backen. Es besteht dann lediglich die Gefahr, dass der Käse über den Rand läuft.
Die Arbeitsfläche gut mit etwas Semola bestäuben und den Teigling darin wenden.
Den Teigling mit der Hand flach drücken.
Anschließend mit dem Nudelholz längs …
… und quer bearbeiten und flach ausbreiten.… und quer bearbeiten und flach ausbreiten.
Die ausgebreitete Pizza in das Backblech legen.
Den Rand ganz leicht am Blech hochdrücken. Er sollte maximal einen Zentimeter hoch sein.
Mit der Hand zu den Rändern weiter ausbreiten, sodass das gesamte Backblech möglichst gleichmäßig von dem Teig bedeckt wird.
Den Rand ganz leicht am Blech hochdrücken. Er sollte maximal einen Zentimeter hoch sein.
Wenn der Sugo etwas eingedickt ist …
… auf die Pizza geben ...
… und gleichmäßig verteilen.
Erst mit reichlich Mozzarella (oder anderem Käse) belegen …
Im Haushaltsofen bei höchster Temperatur (250 bis 270 °C Ober- und Unterhitze) möglichst auf einem Backstahl 8 Minuten backen.
Aus dem Ofen holen und vom Blech nehmen. Die Pizza ist dann noch nicht ganz fertig, insbesondere der Boden ist noch sehr hell.
Die Pizza also ohne Blech wieder in den Ofen schieben und weitere gut 4 Minuten backen.
Danach sollte der Boden eine schöne Bräunung haben.
Die Pizza entweder typisch italienisch in Dreiecke (links) oder im US-Ostküstenstyle in längliche Stücke (rechts) schneiden.